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Kreisel Talstraße: Göddes
neues Nachdenken
kommt für die Grünen
reichlich spät
Eschweiler.
Verwundert zeigen sich
die Eschweiler Grünen
über Äußerungen des
Technischen
Beigeordneter Hermann Gödde,
wonach plötzlich wieder
ein dickes Fragezeichen
hinter dem Bau des
geplanten
Verkehrskreisels am Bahnübergang
Röthgener Straße/Talstraße
stehe.
„Die
Planungen laufen seit
fast zweieinhalb Jahren,
und in dieser Zeit hat
die Verwaltung mit
Verweis auf ein
entsprechendes Gutachten
immer wieder betont,
dass ein Kreisel an
dieser Stelle wie beste
Variante sei –
sowohl in Hinblick auf
die Baukosten als auch
auf den Verkehrsfluss
und die
Verkehrssicherheit“,
so Dietmar Widell,
planungspolitischer
Sprecher der grünen
Stadtratsfraktion. Dass
laut Gödde ein
Verkehrstechniker
derzeit untersucht,
„ob es auch andere
Lösungen gibt“,
sei einigermaßen
erstaunlich:
„Immerhin hat der
Stadtrat auf Drängen
der Verwaltung bereits
weitreichende Beschlüsse
gefasst, um den Bau
eines ausreichend großen
Kreisels zu ermöglichen.
So ist nach langwierigen
Verhandlungen unter
anderem ein nicht ganz
unproblematisches
Grundstücksgeschäft
getätigt worden.“
Die
Grünen spielen damit
auf einen Grundstückstausch
zwischen der Stadt und
einem bekannten
Eschweiler
Bauunternehmer an. Um an
einen für die optimale
bauliche Ausgestaltung
des Kreisels
erforderlichen
130-Quadratmeter-Zipfel
neben dem Bahnübergang
heranzukommen, hat die
Kommune dem Unternehmer
gegen eine
Ausgleichszahlung im
Tausch notgedrungen ein
attraktives
1200-Quadratmeter-Grundstück
an der Ecke Talstraße/Franzstraße
nahe dem Talbahnhof überlassen.
Dort konnten die Bürger
bis vor kurzem kostenlos
parken. Die Möglichkeit
wurde insbesondere von
Euregiobahn-Pendlern
gern genutzt. Der neue
Eigentümer wandelt das
Terrain zum Leidwesen
der Grünen derzeit aber
in einen
kostenpflichtigen
Parkplatz um.
„Angesichts
dieser Vorgeschichte hätte
die Verwaltung wohl ein
bisschen früher überlegen
sollen, ob es
Alternativen zu Kreisel
gibt. Falls sie ihre
eigenen Planungen am
Ende tatsächlich wieder
über den Haufen werfen
möchte, muss sie uns
schon sehr gute Begründungen
für ihr spätes
Umdenken liefern“,
so Widell, dessen
Fraktion die
Angelegenheit in der nächsten
Sitzung des
Planungsausschusses aufs
Tapet bringen will.
23.06.2010
Aus der
Fraktion:
Es wurde im
Haupt- und
Finanzausschuss
einen
Kooperationsvertrag
gegen meine
Stimme zwischen
der Stadt
Eschweiler und
der EWV, dem
regionalen
Energieversorger,
unter anderem
zur
CO2-Reduzierung
und zur
Förderung von
regenerativer
Energie
geschlossen.
Dazu muss man
wissen, dass die
EWV mehrheitlich
dem RWE, Europas
größtem
CO2-Emittenten
und Förderer von
Atomstrom,
gehört. Hier
macht die Stadt
den Bock zum
Gärtner. Das RWE
will hier ihren
Einfluss auf die
Stadt in diesem
Bereich
ausdehnen. Wie
das aussehen
wird, kann man
sich leicht
vorstellen.
Franz-Dieter
Pieta
Blausteinsee: Chance zum
Abspecken
Eschweiler. Ein
Hotel mit mehr als 100
Betten, eine
Apartmentanlage, ein
Künstlerdorf, eine
Veranstaltungshalle für
mehrere hundert Gäste
und einiges mehr soll
nach den ehrgeizigen
Plänen des Eschweiler
Architektenbüros
Krause/Bohne am
Blausteinsee entstehen.
Die Grünen waren von
Anfang skeptisch und
sehen sich durch die
neue Entwicklung
bestätigt:
Denn die Investorensuche
für das
Millionen-Projekt
gestaltet sich offenbar
überaus schwierig. So
ist es den Planern nicht
gelungen, bis zum
angepeilten Zeitpunkt
(31. Mai 2010) einen
Geldgeber für das
Gesamtvorhaben zu
finden. Vielmehr hat die
Stadtverwaltung
zwischenzeitlich
erklärt, dass nun mit
einer neuen regionalen
Investorengruppe
verhandelt werde. Diese
wolle die
Blausteinsee-Planung
nicht aus einem Guss,
sondern – wenn überhaupt
– in mehreren
Bauabschnitten
realisieren, halte sich
allerdings zumindest
vorerst noch eine
Ausstiegsklausel offen.
Die Grünen sehen sich in
ihrer Auffassung
bestätigt, dass das
Vorhaben am Blausteinsee
mindestens ein, zwei
Nummern zu groß angelegt
ist. Hotel, Apartments,
Künstlerdorf, Spa,
Veranstaltungshalle –all
das muss nicht sein und
schränkt die Funktion
des Sees als naturnahes
Naherholungsgebiet für
die Eschweiler
Bürgerinnen und Bürger
sogar ein. Die neue
Verhandlungssituation
sollte nach Ansicht der
Grünen-Fraktion als
Chance verstanden
werden, das
Mammut-Projekt nochmals
auf den Prüfstand zu
stellen. Es reiche
völlig aus, neben den
bereits im Bau
befindlichen
öffentlichen Teilen des
Seezentrums ein
attraktives
Ausflugslokal und
geeignete Unterkünfte
für die
Wassersportvereine zu
errichten.
Alles andere ist
verzichtbar, zumal in
wirtschaftlich
schwierigen Zeiten die
Gefahr droht, dass sich
die Hotelanlage nicht
trägt und am Ende
womöglich gar zur
„Ruine“ verkommt. Die
Fraktion hat
zwischenzeitlich beim
Bürgermeister einen
Antrag
eingereicht, in dem
anregt wird, die
Blausteinsee-Planung
deutlich abzuspecken.
Antrag der
Grünen-Fraktion v.
4.6.2010

Joachim Röhrig
Fraktionsgeschäftsführer
gruene-fraktion@eschweiler.de
Landtagswahl: Freude
über das Wahlergebnis,
Verärgerung über die
Lokalpresse
Liebe Mitglieder,
Freundinnen und Freunde
der Eschweiler Grünen,
genau 1666 Eschweiler
Bürgerinnen und Bürger
haben bei der
Landtagswahl am 9. Mai
2010 grün gewählt. Das
sind 777 mehr als noch
vor fünf Jahren.
Stadtweit 7,1 Prozent
bei den Zweitstimmen
bedeuten für uns eines
der besten
Wahlergebnisse, die wir
in Eschweiler jemals
erzielt haben. Das gute
Ergebnis unseres
Direktkandidaten Werner
Krickel (5,2 Prozent der
Erststimmen in
Eschweiler) rundet die
positive grüne Bilanz
ab.
Wir danken an dieser
Stelle allen, die
Bündnis 90/Die Grünen
gewählt haben und allen,
die
unsere
Wahlkampfaktivitäten in
Eschweiler unterstützt
haben.
Doch ein Wermutstropfen
trübt unsere Freude: In
zwei Berichten im
Eschweiler Lokalteil der
„Aachener
Zeitung/Aachener
Nachrichten“ an den
Tagen nach der Wahl
wurden Dinge falsch
dargestellt. Uns wurde
vorgeworfen, mit für die
Niederlage des
SPD-Kandidaten Stefan
Kämmerling
verantwortlich zu sein,
weil wir „im Gegensatz
zu allen anderen“ bzw.
„anders als in allen
anderen Städten“ keine
Zweitstimmen-Kampagne
gefahren hätten.
Dies ist in mehrfacher
Hinsicht falsch. Erstens
war unser gesamter
Wahlkampf als
Zweitstimmen-Kampagne zu
verstehen. Darüber
hinaus haben wir
natürlich auch unseren
Direktkandidaten Werner
Krickel unterstützt, in
dem wir ihn zu
Veranstaltungen
eingeladen und seine
„Kopf-Plakate“
ausgehängt haben. Damit
haben wir uns aber
keineswegs – wie von der
Eschweiler Lokalpresse
fälschlich behauptet –
gegen den gesamten Rest
der Partei gestellt.
Vielmehr wurde Werner
Krickel auch in (fast)
allen anderen Kommunen
seines Wahlkreises von
den Grünen vor Ort in
ähnlicher Weise wie von
uns unterstützt. Nur
vereinzelt haben Grüne
in anderen Regionen die
Wähler dazu aufgerufen,
mit ihrer Erststimme aus
taktischen Gründen SPD
zu wählen.
Wir haben das anders
gesehen und sehen dies
nach wie vor anders:
Werner Krickel ist von
den Gremien unserer
Partei als
Direktkandidat nominiert
worden. Anschließend
direkt oder indirekt
dazu aufzurufen, nicht
ihn, sondern den
SPD-Mitbewerber zu
wählen, kam für uns
nicht in Frage. Weshalb
sollten wir einen
engagierten Mann wie
Werner Krickel, der
durch seinen Einsatz vor
Ort viel zum guten Erst-
und
Zweitstimmenergebnis der
Grünen in der
Städteregion beigetragen
hat, zu Gunsten eines
SPD-Kandidaten im Regen
stehen lassen und vor
unseren Wählern
verstecken?
Ortsverbandssprecher
Jürgen Kreuer hat
versucht, die falsche
Darstellung in der
Eschweiler Presse in
einem Leserbrief richtig
zu stellen und den
Standpunkt der
Eschweiler Grünen zu
erläutern. Sein
Leserbrief wurde bisher
(Stand 17. Mai.) jedoch
nicht veröffentlicht.
Erschienen ist lediglich
ein kurzes, aus dem
Zusammenhang gerissenes
Zitat, aus dem
missverständliche
Schlüsse gezogen werden
können.
Wir geben euch deshalb
nachfolgend den
kompletten Leserbrief im
Wortlaut zur Kenntnis:
Leserbrief vom
13.05.2010 an die
„Eschweiler
Zeitung/Eschweiler
Nachrichten“:
„Gleich zwei falsche
Behauptungen in einem
einzigen Satz“
In Ihrem
Montag-Bericht über den
Verlauf der Landtagswahl
in Eschweiler heißt es
wörtlich: „Eines weiß er
(Anm: gemeint ist der
gescheiterte
SPD-Kandidat Stefan
Kämmerling) schon jetzt:
Dass die Eschweiler
Grünen im Gegensatz zu
allen anderen nicht auf
eine
Zweitstimmen-Kampagne
setzten, hat ihn
hunderte von Stimmen
gekostet.“
In Ihrem
Dienstag-Bericht wird
diese unsinnige, die
Eschweiler Grünen
diskreditierende Aussage
in etwas anderen Worten
wiederholt. Dadurch wird
sie allerdings nicht
wahrer. Vielmehr werden
in diesem einen Satz
gleich zwei falsche
Tatsachenbehauptungen
verbreitet, die der
Richtigstellung
bedürfen.
Zum einen wird
behauptet, die
Eschweiler Grünen hätten
„nicht auf eine
Zweitstimmen-Kampagne“
gesetzt. Für wie dumm
halten uns die Urheber
dieser Formulierung
eigentlich?
Selbstverständlich war
der gesamte Wahlkampf
auch der Eschweiler
Grünen in erster Linie
darauf ausgerichtet,
möglichst viele
Zweitstimmen für unsere
Partei zu gewinnen.
Alles andere wäre für
eine „kleine“ Partei,
die ohne Zweitstimmen
kaum einen Abgeordneten
in den Land- oder den
Bundestag bringen
könnte, doch völlig
absurd. Dass unser Kampf
um eben diese
Zweitstimmen recht
erfolgreich war, zeigt
das Wahlergebnis: Wir
konnten unser Ergebnis
im Vergleich zur
Landtagswahl 2005
annähernd verdoppeln.
Richtig ist freilich,
dass wir nicht nur um
Zweitstimmen gekämpft,
sondern auch um
Erststimmen für unseren
Direktkandidaten Werner
Krickel geworben haben.
Die Behauptung, dass wir
uns damit in einen
„Gegensatz zu allen
anderen“ (Grünen?)
begeben hätten, ist
jedoch nebulös, falsch
und entbehrt jeglicher
Grundlage.
Selbstverständlich ist
Werner Krickel von
seiner Partei auch in
anderen Kommunen
tatkräftig unterstützt
worden. Nicht von
ungefähr hat er in der
Eifel stellenweise rund
15 Prozent der
Erststimmen eingefahren.
Mag sein, dass dies
Herrn Kämmerling
„hunderte von Stimmen“
und womöglich den Sieg
im Wahlkreis gekostet
hat. Aber das ist sein
Problem, nicht unseres.
Natürlich wäre das Leben
für die Genossen viel
angenehmer, wenn ihnen
diese lästigen kleinen
Grünen (und Linken)
nicht dauernd am Zeug
flicken würden. Doch die
Realität sieht zum Glück
anders aus. Es gibt
Grüne (und Linke), und
die denken gar nicht
daran, zum Wohle der SPD
in die Defensive zu
gehen.
Hätten wir unseren
eigenen Kandidaten etwa
zuerst für die Wahl
nominieren und ihn dann
aus taktischen Gründen
vor den Wählern
verstecken sollen, bloß
um Herrn Kämmerlings
Chancen zu verbessern?
Der SPD, die uns im
Vorfeld der Wahl
übrigens ernsthaft
vorgeschlagen hat, in
Eschweiler weitgehend
auf das Aufhängen von
Krickel-Plakaten zu
verzichten, hätte das
sicherlich gefallen.
Doch derartiges
Taktieren widerspricht
dem Stil und den
Überzeugungen der
Eschweiler Grünen.
Unserer Auffassung nach
ist es guter
demokratischer Brauch,
dass auch kleine
Parteien eigene
Direktkandidaten ins
Rennen schicken – selbst
dann, wenn diese keine
reellen Siegchancen
haben. Denn gerade diese
Kandidaten kämpfen nicht
für sich persönlich,
sondern in erster Linie
für ihre Partei. Deshalb
danken wir unserem
Kandidaten Werner
Krickel für seinen
persönlichen Einsatz. Er
hat allerorten wertvolle
Überzeugungsarbeit
geleistet und dadurch
viel dazu beigetragen,
dass die Grünen nicht
nur bei den Erst-,
sondern insbesondere
auch bei den für uns
eminent wichtigen
Zweitstimmen ein
hervorragendes Ergebnis
erreicht haben.
Pressemitteilung vom 5. Mai 2010
Grüne fordern Groß zum
Rücktritt auf
Pieta: CDU-Mann hat der
Diskussionskultur mit
seiner „Petz-Aktion“
nachhaltig geschadet
Eschweiler. Nach
seiner umstrittenen
„Petz-Aktion“ ist
Manfred Groß
nach Auffassung der
Grünen für den
städtischen
Schulausschuss nicht
länger tragbar. Sie
legen dem CDU-Politiker
deshalb nahe, nicht nur
den Ausschussvorsitz
abzugeben, sondern sich
ganz aus dem Gremium
zurückzuziehen.
„Groß hat dem
Arbeitsklima im
Ausschuss einen
Bärendienst erwiesen und
der dortigen
Diskussionskultur
nachhaltig geschadet“,
ärgert sich
Grünen-Fraktionssprecher
Franz-Dieter Pieta,
„bleibt so ein Mann
weiter im Ausschuss, so
steht zu befürchten,
dass sich die dort
vertretenen Lehrer
künftig dreimal
überlegen werden, ob sie
schulpolitische Probleme
überhaupt noch offen
ansprechen sollen.“
Es wäre aber absolut
kontraproduktiv, wenn
ausgerechnet diejenigen,
die dank ihrer
beruflichen Stellung am
nächsten an den
Schulthemen dran sind,
im Ausschuss aus Angst
vor Repressalien nicht
mehr mitdiskutieren
würden. „Wer traut sich
denn noch, einen
Ministeriumserlass
kritisch zu bewerten,
wenn er befürchten muss,
dass ein
Ausschusskollege gleich
die Dienstaufsicht
informiert und er
deshalb zum Rapport
vorgeladen wird?“, fragt
Pieta.
Genau dies ist dem
Kinzweiler
Grundschulleiter Gerd
Schnitzler als Sprecher
der Eschweiler
Schulleiterkonferenz
passiert. Er hatte sich
in einer
Ausschusssitzung
kritisch über einen
neuen Erlass zum
Verfahren der
Klassenbildung an den
Grundschulen geäußert.
Mit der Begründung, die
„Diskussion
versachlichen“ zu
wollen, hatte Groß
daraufhin nichts
Besseres zu tun, als
Zeitungsberichte mit
Schnitzler-Zitaten ans
Ministerium
weiterzuleiten.
Schnitzler wurde prompt
von der Bezirksregierung
Köln zur Stellungnahme
einbestellt.
„Wir halten nicht nur
die Handlungsweise von
Herrn Groß, sondern auch
das Vorgehen der
Bezirksregierung für
ganz bedenklich“, so
Pieta, „denn mit solchen
Vorladungen werden
offene und ehrliche
Diskussionen im
politischen Raum von
oben herabgewürgt.“
Was Groß angerichtet
habe, sei schon daran zu
erkennen, dass Gerd
Schnitzler sich nach
eigenem Bekunden künftig
im Ausschuss nicht mehr
im Namen der Konferenz
äußern wolle.
Erschwerend komme die
jüngste Reaktion von
Manfred Groß hinzu.
Pieta: „Hatte er
zunächst noch Bedauern
über die
Unannehmlichkeiten für
Herrn Schnitzler
geäußert, so sagte Groß
zuletzt wörtlich,
Schnitzler habe die
Sache selbst zu
verantworten. Übersetzt
heißt das: ‚Selber
schuld, Herr Schnitzler,
Sie hätten den Mund ja
nicht so weit aufmachen
müssen.’ Das geht
unserer Meinung nach nun
gar nicht mehr. Groß hat
jegliches Vertrauen
verspielt.“
Die Grünen hoffen nun,
dass Groß von sich aus
die Konsequenzen zieht
und sich aus dem
Schulausschuss
verabschiedet. Wenn er
das nicht tue, dann
müsse die CDU darüber
nachdenken, ob sie ihren
Kollegen nicht besser
abberufe und durch ein
anderes
Fraktionsmitglied
ersetze, so Pieta. Als
letzter Schritt sei zu
prüfen, ob Groß vom
Stadtrat als
Ausschussvorsitzender
abgewählt werden könne.

Franz-Dieter
Pieta
Bourscheidtstraße 42
52249 Eschweiler
Tel.: 02403/33581
franz-dieter.pieta@t-online.de
Grüne wollen keinen
"Schulkrieg", aber eine
stärkere Beachtung des
Elternwillens
Reiner Priggen und
Werner Krickel waren in
Eschweiler zu Gast
Eschweiler. Die
Schul- und die
Energiepolitik standen
im Mittelpunkt eines
Vortrags- und
Diskussionsabends, zu
dem der Ortsverband
Bündnis 90/Die Grünen
zwei kompetente Redner
ins „Culture Café“
eingeladen hatte: Drei
Wochen vor der mit
Spannung erwarteten
Landtagswahl am 9. Mai
stellten Reiner Priggen,
stellvertretender
Fraktionssprecher der
grünen Landtagsfraktion,
und der hiesige
Landtagskandidat Werner
Krickel den knapp zwei
Dutzend Gästen den
grünen „Zukunftsplan
für NRW“ vor.

Franz-Dieter Pieta und
Jürgen Kreuer von den
Eschweiler Grünen
freuten sich über den
Besuch der
Landtagswahlkämpfer
Reiner Priggen und
Werner Krickel (im Bild
von links nach rechts).
Priggen kritisierte vor
allem das „krampfhafte
Festhalten“ von CDU und
FDP am dreigliedrigen
Schulsystem, das es in
dieser Form aus guten
Gründen nirgendwo sonst
in Europa gebe:
„Kartoffeln kann man
vielleicht nach
Qualitätsklassen
sortieren, nicht aber
zehnjährige Kinder.“ Wie
unsinnig die Aufteilung
nach der vierten
Grundschulklasse sei,
zeige sich später an den
Gesamtschulen: „Dort
macht ein großer
Prozentsatz von
Schülern, denen in der
Grundschule die
Gymnasialempfehlung
verweigert wurde, am
Ende doch Abitur – und
zwar eines, das im
Schnitt nicht
nennenswert schlechter
ist als das der
Gymnasiasten.“
Das langfristige Ziel
der Grünen sei eine
„Schule für alle“, in
der die Kinder bis zur
zehnten Klasse gemeinsam
lernen. Trotzdem denken
sie laut Priggen nicht
daran, das jetzige
Schulsystem im Falle
einer
Regierungsbeteiligung
„per Gesetz von oben
herab“ abzuschaffen:
„Das würde nur einen
’Schulkrieg’ mit
jahrelangen juristischen
Auseinsetzungen
auslösen, der uns nicht
nach vorn bringt.“ Es
reiche schon aus,
einfach den Schüler- und
Elternwillen stärker zu
berücksichtigen und den
Kommunen freiere Hand
bei der
Schulorganisation zu
lassen als dies die
jetzige Regierung tue.
Der Trend gehe eindeutig
zu Ganztagsgymnasien und
Ganztagsgesamtschulen.
Dennoch blockiere
Schwarz-Gelb die Bildung
neuer Gesamtschulen mit
allen Mitteln und halte
aus unerfindlichen
Gründen am
„Auslaufmodell
Hauptschule“ fest. „Wenn
beispielsweise in
Dortmund alle 14
Hauptschulen zusammen
pro Jahrgang nur noch
rund 200 Anmeldungen
verzeichnen, dann zeigt
das doch deutlich, dass
die Eltern diese
Schulform nicht mehr
wollen. Denn sie wissen
genau, dass ihre Kinder
dort später die
schlechtesten
Perspektiven von allen
haben“, so Priggen.
In der Klimaschutz- und
Energiepolitik setzen
die Grünen im Gegensatz
zur CDU auf ein
Festhalten am
Atomausstieg und im
Gegensatz zur SPD auf
das Ende der
Kohleverstromung.
„Natürlich wollen auch
wir die Kohlekraftwerke
nicht von heute auf
morgen abschalten.
Unsere Linie lautet
vielmehr, keine neuen
mehr zu bauen und die
bestehenden nach und
nach auslaufen zu
lassen.“
Vonnöten sei eine
konsequente Förderung
der Entwicklung
nachhaltiger
Technologien, denn beim
Umstieg auf regenerative
Energien und bei der
Senkung des
Energieverbrauchs gebe
es gewaltige Potenziale.
„Nicht in zwei oder
fünf Jahren, aber in
einigen Jahrzehnten
werden wir nur noch
Passiv-Häuser bauen, die
gar keine Heizung mehr
brauchen. Und unsere
Kinder werden irgendwann
ausschließlich Autos
fahren, die nicht mehr
von Verbrennungsmotoren,
sondern nur noch mit
sauberem Strom betrieben
werden“, prognostizierte
Reiner Priggen, der auch
eine überraschende
persönliche Prognose für
die Landtagswahl abgab.
„Ich denke, es läuft auf
eine große Koalition
heraus.“ Umso mehr würde
der Aachener sich
freuen, wenn die
Wählerinnen und Wähler
ihn am 9. Mai Lügen
strafen und die Bildung
einer rot-grünen
Regierung in NRW
ermöglichen würden: „Das
ist und bleibt unsere
erste Option.“
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Aufruf von
Ortsverbands-Sprecherin
Marlene von Wolff zur
Landtagswahl
am 9. Mai |
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Liebe Ortsverbandsmitglieder,
liebe Freundinnen und Freunde der
Eschweiler Grünen,
am 9. Mai 2010 wählen die Bürgerinnen
und Bürger in Nordrhein-Westfalen einen
neuen Landtag.
Unsere Chancen, die schwarz-gelbe
Landesregierung an Rhein und Ruhr
endlich abzulösen und den Kurswechsel
hin zu einer neuen, einer
ökologisch-sozialen Politik mit starken
grünen Akzenten zu schaffen, sind den
Meinungsumfragen zufolge so gut wie
schon lange nicht mehr. Gründe, grün zu
wählen, gibt es auch und gerade diesmal
zur Genüge.
Unser grüner „Zukunftsplan für NRW“
umfasst zwölf Kernpunkte:
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Wir ermöglichen 200.000 neue
Jobs durch gezielte
Investitionen in
Klimaschutz, Umweltwirtschaft,
Bildung, Gesundheit und den
sozialen Arbeitsmarkt.
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Wir wollen einen konsequenten
Klimaschutz durch eine echte
Energiewende - ohne Atom, ohne neue
Kohlekraftwerke. |
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Wir wollen den Ausstieg aus dem
Atomausstieg stoppen, weil
Atomkraft nicht beherrschbar und
die Endlagerung des Atommülls
nicht geklärt ist.
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Wir setzen uns für gerechte und
leistungsstarke Schulen mit
längerem gemeinsamen Lernen
aller Kinder ein. |
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Wir schaffen die Studiengebühren
ab und verbessern die
Studienbedingungen.
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Wir sind für mehr und bessere
Kindertagesstätten, für die
Elternbeiträge perspektivisch
wegfallen. |
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à |
Wir kämpfen für soziale
Gerechtigkeit, gegen Armut und
für Mindestlöhne. |
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Wir wollen Mensch und Umwelt
schützen. Wir stoppen
Gentechnik, kämpfen für
Artenvielfalt, Tierschutz,
sauberes Wasser sowie saubere
Luft und stärken
Verbraucherrechte. |
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Wir starten eine Ausbauoffensive
für Busse und Bahnen und wollen
überall in NRW das Sozialticket
einführen. |
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Wir wollen gleichen Lohn für
gleiche Arbeit und Frauenquoten
in Aufsichtsräten und
Parlamenten.
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Wir stehen für Demokratie und
Mitbestimmung, kämpfen gegen
Überwachungskameras und
Online-Durchsuchungen. |
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Wir wollen handlungsfähige
Städte und Gemeinden – durch
einen Altschuldenfonds,
verlässliche Einnahmen und
weniger Lasten. |
Was im Detail hinter diesen hier nur
schlagwortartig aufgeführten Zielen
und Forderungen steckt, erfahrt Ihr auf
den Internetseiten der NRW-Grünen:
www.gruene-nrw.de
sowie an den Infoständen unseres
Ortsverbandes an den Samstagen
17. April, 24. April und 8. Mai
(jeweils von 10 bis ca. 13 Uhr in der
Fußgängerzone, Grabenstraße)
Vor allem aber: Geht am 9. Mai zur
Wahl, wählt grün und werbt für die
Grünen, denn das Rennen könnte ganz
knapp werden. Es kommt auf jede Stimme
an!
Mit grünen Grüßen
Marlene von Wolff
(OV-Sprecherin)
Pressemitteilung vom 14. April 2010
Grüne fordern:
Autos raus aus der Fußgängerzone
Eschweiler. „Wir sind allmählich
an dem Punkt angelangt, wo man sich
fragen muss, ob unsere so genannte
Fußgängerzone diesen Namen überhaupt
noch verdient. Immer mehr Autofahrer
kurven zu allen Tages- und Nachtzeiten
in der Graben-, der Englerth- und der
Neustraße herum. Auch die
Lieferfahrzeuge halten sich oftmals
nicht an die vorgeschriebenen
Ladezeiten“, ärgert sich Jürgen Kreuer,
der Ortsverbandssprecher der Grünen,
über die Zunahme des motorisierten
Verkehrs in der Fußgängerzone. Die
Grünen wollen sich damit nicht länger
abfinden und fordern nun weitreichende
Maßnahmen zum Schutz der Anwohner und
Fußgänger vor Lärm, Abgasen und
Gefährdungen durch rücksichtslose
Autofahrer. „Die gerade erst für viel
Geld erneuerte Fußgängerzone muss
ruhiger, sicherer und sauberer werden,
wenn sie ihre Aufenthaltsqualität
behalten und als Einkaufszone attraktiv
bleiben soll“, so Kreuer.
In einem Antrag, der demnächst im
Planungsausschuss behandelt werden soll,
fordern die Grünen nicht nur verstärkte
Kontrollen durch Polizei und
Ordnungsamt, sondern auch bauliche
Maßnahmen. Als erstes sollen an der
Einmündung Josefstraße/Neustraße
Ruhebänke, Spielgeräte oder Pflanzkübel
so platziert werden, dass Autos an
dieser Stelle nicht mehr in die
Fußgängerzone einfahren können. „Diese
Maßnahme ist nicht nur leicht und
kostengünstig umsetzbar, sondern auch
verkehrstechnisch problemlos möglich, da
für Polizei, Feuerwehr und
Rettungsdienst genügend andere Zufahrten
zur Verfügung stehen“, meint
Ratsfraktionssprecher Franz-Dieter
Pieta.
Bei dieser einen Absperrung muss es nach
Auffassung der Grünen aber nicht
unbedingt bleiben. Sie fordern vielmehr,
sämtliche Zugänge in die Fußgänger
dahingehend zu überprüfen, ob sie mit
Barrieren für Autos unpassierbar gemacht
werden können. Dabei denken die Grünen
vor allem an elektronisch gesteuerte,
versenkbare Poller, wie sie sich in
vielen anderen Städten bereits bewährt
haben. „Während der Ladezeiten werden
die Poller heruntergefahren; ansonsten
bleiben sie oben und machen die Einfahrt
in den Fußgängerbereich für Autos
unmöglich. Rettungsdienste und andere
Zufahrtsberechtigte können sich den Weg
jedoch per Funksteuerung freimachen“,
erläutert Pieta. Die Verwaltung soll nun
die Machbarkeit und insbesondere die
Kosten prüfen, die sich nach ersten
Recherchen der Grünen aber durchaus in
einem überschaubaren Rahmen halten.
>
Antrag der Grünen-Fraktion
(PDF-Datei)
Pressemitteilung vom 20. Februar 2010
Grüne werfen der Verwaltungsspitze
Behinderung der politischen Arbeit vor
 |
Eschweiler. Karneval liegt hinter
uns, und auch im Rathaus ist offenbar
„Schluss mit lustig“: Die Grünen
jedenfalls werfen der Verwaltungsspitze
vor, die Fraktionsarbeit massiv zu
behindern und die Rechte, die den
Fraktionen in der Gemeindeordnung
garantiert werden, zu missachten. |
„In jüngster Zeit häufen sich die Fälle,
dass Anträge aus dem politischen Raum
von der Verwaltung monatelang nicht
bearbeitet bzw. schlichtweg ignoriert
werden. Selbst nach mehrmaliger
Aufforderung hält man es nicht für
nötig, Fraktionsanträge zumindest auf
die Tagesordnung des Rates oder der
zuständigen Ausschüsse zu nehmen“,
ärgert sich Grünen-Fraktionssprecher
Franz-Dieter Pieta.
Es geht insbesondere um einen
Grünen-Antrag von 17. November 2009 zum
Thema „Nutzung von städtischen
Dachflächen für Photovoltaikanlagen“.
Nach Vorstellung der Grünen sollte die
Verwaltung von den Ratspolitikern
förmlich damit beauftragt werden,
endlich ein konkretes Konzept für die
verstärkte Solarstrom-Nutzung zu
erarbeiten. Im Planungsausschuss am 10.
Dezember wollte die Fraktion bei den
anderen Ratsparteien um Stimmen für ihr
Anliegen werben. Doch der fristgerecht
beim Bürgermeister eingereichte Antrag
erschien weder in dieser noch in der
folgenden Ausschusssitzung am 28. Januar
auf der Tagesordnung. Die Verwaltung
beließ es bei der knappen mündlichen
Mitteilung, dass sie die Angelegenheit
in naher Zukunft aufgreifen werde.
Das reichte den Grünen nicht. Am 8.
Februar forderten sie Bürgermeister
Bertram deshalb auf, den Solar-Antrag
auf die Tagesordnung der nächsten
Hauptausschuss- oder Ratssitzung zu
nehmen. Beide Gremien tagen am 24.
Februar. „Als jetzt die Tagesordnungen
für diese Sitzungen veröffentlicht
wurden, mussten wir erstaunt
feststellen, dass Bertram unseren Antrag
erneut nicht aufgegriffen hat. Wir
werten dies als klaren Verstoß gegen die
Regelungen in Paragraf 58 der
Gemeindeordnung. Danach ist der
Ausschussvorsitzende, in diesem Fall der
Bürgermeister, verpflichtet, einen
Gegenstand auf die Tagesordnung zu
nehmen, wenn eine Fraktion dies
beantragt“, erklärt Franz-Dieter Pieta.
Es geht den Grünen nicht nur um
Formalitäten, sondern auch um Inhalte.
Denn nach ihren Informationen arbeitet
die Verwaltung intern seit geraumer Zeit
intensiv am Solar-Thema – allerdings
ohne die Politiker einzubeziehen oder
sie zumindest über ihre Pläne zu
informieren. Pieta: „Womöglich wurden
verwaltungsintern bereits Fakten
geschaffen, die der Zielsetzung unseres
Antrages zuwiderlaufen. Es geht nicht
an, dass die Verwaltung ihr eigenes
Süppchen kocht und Ansätze aus dem
politischen Raum durch Nichtbehandlung
gezielt ins Leere laufen lässt.“
Dass ein weiterer Antrag zum Stand der
Personalplanung im Stadtarchiv ebenfalls
nicht auf die Tagesordnungen der
anstehenden Sitzungen genommen wurde,
hat das Fass bei den Grünen zum
Überlaufen gebracht. So hat die Fraktion
den Bürgermeister zwischenzeitlich zu
einer schriftlichen Stellungnahme in
Sachen „Umgang mit Fraktionsanträgen“
aufgefordert. Pieta: „Sollte Bertram
nicht kurzfristig plausible Erklärungen
für sein Vorgehen liefern, werden wir
von der Kommunalaufsicht überprüfen
lassen, ob die Art und Weise, wie die
Eschweiler Verwaltung mit Anträgen von
Fraktionen umgeht, mit Recht und Gesetz
in Einklang steht.“
Brief: "Umgang
der Verwaltung mit Fraktionsanträgen"
(PDF-Datei)
Antrag: "Nutzung
von städtischen Dachflächen für
Photovoltaikanlagen"
(PDF-Datei)

Franz-Dieter Pieta (Beisitzer)
Bourscheidtstraße 42
52249 Eschweiler
Tel.: 02403/33581
franz-dieter.pieta@t-online.de
Pressemitteilung vom 25. November 2009
Grüne fordern Solar-Kraftwerke auf
Stadtdächern

Eschweiler. Während einige
Eschweiler Großunternehmen die Dächer
ihrer Hallen aus guten Gründen bereits
großflächig mit Photovoltaikanlagen
bestückt haben, hinkt die Stadt zum
Leidwesen der Grünen noch hinterher.
„Die Verwaltung ist in der Vergangenheit
von verschiedenen Parteien immer wieder
aufgefordert worden, sich um das Thema
Solarstrom-Nutzung zu kümmern. Bisher
ist da aber nicht viel passiert. Wir
haben deshalb beantragt, dass endlich
konkrete Pläne geschmiedet werden“,
erläutert Fraktionssprecher Franz-Dieter
Pieta.
Die verstärkte Nutzung von Solarenergie
ist nach Auffassung der Grünen nicht nur
mit Blick auf den Umwelt- und
Klimaschutz dringend geboten, sondern
auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht
interessant. Immerhin winken für die
Einspeisung von umweltfreundlich
erzeugtem Strom ins öffentliche Netz
nach wie vor lukrative Vergütungen.
Da diese Vergütungen nach dem
Erneuerbare-Energien-Gesetz in Zukunft
aber nach und nach sinken werden, dürfe
nun keine Zeit mehr verloren werden, so
die Grünen.
In ihrem Antrag, der in der
Dezember-Sitzung des Planungs-, Umwelt-
und Bauausschusses behandelt werden
soll, stellt die Fraktion mehrere
Forderungen. Zunächst soll ermittelt
werden, welche städtischen Dächer aus
bautechnischer Sicht sowie von der Größe
und von der geografischen Lage her
überhaupt als Standorte für
Photovoltaik-Module in Frage kommen.
Außerdem soll unter dem Gesichtspunkt
der Wirtschaftlichkeit geprüft werden,
ob die Stadt selbst Betreiberin von
Dach-Solaranlagen werden kann, ob
städtische Gesellschaften, etwa das
Wasserwerk, mit dieser Aufgabe betreut
werden können oder ob es günstiger wäre,
städtische Dachflächen zwecks
Solarstromerzeugung an Dritte zu
vermieten. „Es gibt in der Stadt eine
ganze Reihe von Gebäuden mit großen,
derzeit noch ungenutzten Dachflächen,
vor allem Schulen und Sporthallen“, so
Pieta, „aber auch auf dem Flachdach des
Rathauses würden sich
Photovoltaik-Module gut machen. Sie
wären ein Signal dafür, dass die Stadt
Eschweiler wirklich etwas fürs Klima
tut.“
Antrag: "Nutzung
von städtischen Dachflächen für
Photovoltaikanlagen"
(PDF-Datei)

Joachim Röhrig
Fraktionsgeschäftsführer
gruene-fraktion@eschweiler.de
Pressemitteilung vom 10. November 2009
Grüne sorgen sich ums Schulessen
Eschweiler. Nicht gerade
appetitlich klingt das, was den
Grünen in Zusammenhang mit dem
Mittagessen in den Offenen
Ganztagsgrundschulen zugetragen worden
ist. „Bei uns häufen sich Beschwerden
von Eltern über die mangelhafte Qualität
der Mahlzeiten. Das Essen soll in den
vergangenen Monaten so schlecht geworden
sein, dass sich manche Kinder inzwischen
sogar weigern, am Mittagessen in der
Schule teilzunehmen“, berichtet
Ratsmitglied Dietmar Widell.
Die Fraktion hat die Stadtverwaltung
zwischenzeitlich aufgefordert, in
dieser Sache detailliert Stellung zu
beziehen. „Falls die Beschwerden seitens
der Eltern und Schüler berechtigt sind,
muss schnellstens für Abhilfe gesorgt
werden. Denn die Verpflegung der Kinder
entscheidet mit über die Akzeptanz und
damit über Erfolg und Misserfolg der
Betreuungsangebote. Es kann nicht
angehen, dass Eltern aus Sorge um die
Ernährung davor zurückschrecken, ihre
Kinder für die Offene Ganztagsschule
anzumelden“, so Widell weiter.
Erst zu Beginn des laufenden Schuljahres
hat die Stadt den Essenslieferanten für
die Grundschulen gewechselt, weil der
frühere Kölner Dienstleister häufig kalt
gewordene Mahlzeiten brachte. Der neue
Anbieter liefert dem Vernehmen nach nun
aber noch schlechtere Menüs. Auch am
Städtischen Gymnasium soll es Probleme
mit dem Essen geben.
In Reaktion auf den Antrag der Grünen
hat die Stadtverwaltung für die
Schulausschusssitzung am 18. November
einen „mündlichen Bericht“ über das
Thema angekündigt. Dieser Bericht soll
zum Leidwesen von Gaby Pieta, der
schulpolitischen Sprecherin der Grünen,
allerdings im nichtöffentlichen
Sitzungsteil abgegeben werden soll. „Wir
werden beantragen, dass die Verwaltung
auch öffentlich Stellung nimmt“, so
Pieta, „sie muss dabei ja nicht
unbedingt Firmennamen oder
Vertragsdetails offenbaren.
Grundsätzlich haben die Eltern aber ein
Anrecht zu erfahren, ob die Stadt in
dieser Sache Handlungsbedarf sieht und
was sie zu tun gedenkt.“
Joachim
Röhrig
Fraktionsgeschäftsführer
gruene-fraktion@eschweiler.de
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Bündnis
90/Die
Grünen
Ortsverband
Eschweiler
Marlene
von
Wolff
Tunnelweg
6
52249
Eschweiler
info@gruene-eschweiler.de
http://www.gruene-eschweiler.de
Termine
Ortsverband
Treffen ist turnusmäßig am
ersten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr im Culture Café,
Neustr. 50.
Nichtmitglieder sind
willkommen! |
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