Pressemitteilung vom 13. Dezember 2010

    Camp CO2-Zero: Grüne gegen Durchfahrtsstraße Eschweiler. Dass sich Teile des ehemaligen belgischen Militärgeländes „Camp Astrid“ im Propsteier Wald in den Umwelt- und Energieforschungspark „Camp CO2-Zero“ verwandeln sollen, begrüßen die Eschweiler Grünen ausdrücklich. Ein Detail der laufenden Planung bereitet der Ratsfraktion allerdings erhebliche Sorgen.

    Beitrag vom: 15.07.2011

     

    Eschweiler. Dass sich Teile des ehemaligen belgischen Militärgeländes „Camp Astrid“ im Propsteier Wald in den Umwelt- und Energieforschungspark „Camp CO2-Zero“ verwandeln sollen, begrüßen die Eschweiler Grünen ausdrücklich. Ein Detail der laufenden Planung bereitet der Ratsfraktion allerdings erhebliche Sorgen.

     

    „Bei der Vorbereitung der erforderlichen Flächennutzungsplan-Anderung haben die Verwaltung und die anderen Fraktionen im Planungsausschuss keine klaren Vorgaben für die Verkehrserschließung gemacht. Unserer Auffassung nach hätte jedoch frühzeitig klar festgelegt werden müssen, dass die Durchfahrt von der Stolberger Seite durch den Propsteier Wald nach Röhe weiterhin geschlossen bleibt“, erklärt Dietmar Widell als planungspolitischer Sprecher der grünen Fraktion.

     

    Nach Auffassung der Grünen darf die Zufahrt zum „Camp CO2-Zero“ nur über die „Glücksburg“ erfolgen, während die Verkehrserschließung des benachbarten Stolberger Gewerbegebietes im Propsteier Wald auch in Zukunft ausschließlich über Atsch erfolgen soll. Denn ein Durchstich der Straße hätte schlimme Folgen: Es würde eine mitten durch den Propsteier Wald führende Direktverbindung von Stolberg über die Aachener Straße in Röhe bis zur Eschweiler Anschlusssstelle der Autobahn 4 bzw. bis zur Broichweiden Auffahrt zur A 44 entstehen (mit Umfahrung der Baustelle Aachener Kreuz).

     

    „Für Teile des Stolberger Pkw- und Lkw-Verkehrs wäre dies der einfachste Weg zur Autobahn in Richtung Köln – mit der Folge, dass das Verkehrsaufkommen im Wald selbst, vor allem aber auch in Röhe deutlich zunehmen würde. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden“, fordert Widell. Er scheiterte im Planungsausschuss allerdings mit dem Vorhaben, die Öffnung des Durchstichs durch entsprechende Festlegungen im neuen Flächennutzungsplan zu unterbinden. Die anderen Fraktionen kündigten lediglich an, sich erst im anschließenden Bebauungsplanverfahren mit dem Problem befassen zu wollen. „Jetzt haben wir einen Planentwurf, in dem es wörtlich heißt, die Erschließung des Camp CO2-Zero erfolge über die vorhandene Straße ‚Glücksburg’ und über die Haupterschließungsstraße im ehemaligen belgischen Camp“, kritisiert Widell, „das lässt mehr Spielraum, als es uns und den Anwohnern der Aachener Straße lieb sein kann.“


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