Die gute Nachricht: Das preiswerte City-Ticket für den Bus bleibt erhalten

Die CDU scheitert mit ihrem Antrag auf Abschaffung des günstigen Papier-Fahrscheins.

Das City-Ticket für Stadtfahrten mit dem Bus kann weiterhin für 1,80 Euro beim Einsteigen gekauft werden.

Vor sechs Jahren wurde in Eschweiler das preisgünstige City-Ticket fürs Busfahren in Eschweiler eingeführt. Jetzt wollte die CDU es aus Kostengründen wieder abschaffen, fand im Haupt- und Finanzausschuss aber keine Mehrheit.

Der reguläre Aseag-Preis für eine Busfahrt innerhalb des Stadtgebiets liegt inzwischen bei happigen 3,70 Euro. Dank städtischer Subventionierung können die Bürgerinnen und Bürger aber für 1,80 Euro fahren. Den Fahrschein kann man direkt bei der Busfahrerin oder beim Busfahrer bar bezahlen.

Eben dies wollte die CDU jetzt ändern. Ihr Vorschlag lief daraus hinaus, dass nur noch solche Fahrgäste, die mit einer AVV-App per Smartphone einchecken, den "eezy"-Tarif wählen, während der Fahrt stets online sind, die Standort-Ortung eingeschaltet haben und digital bezahlen, preisgünstig fahren können. Sie müssen nur den sogenannten Basistarif von derzeit 1,54 Euro (ab dem 1. Juni 1,66 Euro) zahlen; die Stadt übernimmt den elektronisch gemessenen Luftlinienzuschlag von derzeit 0,29 Euro pro Kilometer (ab 1. Juni 0,27 Euro).

"Keine Frage: Auch das eezy-Ticket ist eine gute Sache und sollte von der Stadt gefördert werdem. Aber es gibt eben immer noch Menschen, die nicht mit dem Smartphone zahlen können oder wollen. Gerade ältere Leute, aber auch andere Fahrgäste, die aus vielerlei Gründen in der digitalen Welt nicht so zurechtkommen, sind nach wie vor aufs Papier-Ticket angewiesen. All diese Menschen wollte die CDU über die Abschaffung des City-Tickets mit einer mehr als 100-prozentigem Preiserhöhung belasten. Wer bar bezahlt, hätte statt 1,80 Euro fürs städtisch geförderte City-Ticket künftig den regulären Aseag-Stadttarif von 3,70 Euro hinlegen müssen. So etwas geht mit uns Grünen natürlich gar nicht", erklärt Fraktionssprecher Dietmar Widell.

Genau so sahen es auch viele andere Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses. So standen die CDU und die AfD bei der Abstimmung am Ende allein da und erreichten die erforderliche Mehrheit nicht. Bleibt zu hoffen, dass sie weitere Angriffe aufs City-Ticket im Zuge der immer noch laufenden Haushaltsberatungen unterlassen.   

 

 

  

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